Renger van der Zande

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Gemischte Gefühle für Renger van der Zande in Spa-Francorchamps

Das heutige zweite Rennen dieses Wochenendes in der Britischen F3-Meisterschaft, auf dem Ardennen-Kurs von Spa, hatte für Renger van der Zande einen unbefriedigenden Verlauf. An dritter Position auf einer halbnassen Strecke sah Renger die Chance, den Führenden in der Meisterschaft, Daniel Ricciardo, auszutricksen. Jedoch machte ihm der Aufruf aus der Box, die Geschwindigkeit zugunsten seines Teamgefährten Grubmüller, der in der Meisterschaft derzeit an zweiter Stelle liegt, zu drosseln, einen Strich durch die Rechnung.

Published: Saturday 25 July, 2009

"Eine unglückliche Entscheidung", fand Renger. "Ich hätte einen besseren Beitrag leisten können, wenn ich Ricciardo an einem weiteren Sieg und damit zusätzlichen Punkten hätte hindern können. Nun liegt er in der Meisterschaft doch wieder deutlich vorne, und meinem Teamgefährten konnte ich nur einen geringen Vorteil verschaffen."

Es war ohnehin ein Wochenende der gemischten Gefühle für den Mercedes-Junior aus Nimwegen. Gestern wurde das Rennen durch einen Motor beeinträchtigt, der nicht recht auf Touren kommen wollte, mit dem er aber übrigens dennoch den zweiten Platz erringen konnte. Beim Datenvergleich mit seinen schnellen Mercedes-Kollegen Bottas, Bianchi und auch Grubmüller, wurde deutlich, dass Renger auf den Geraden ca. 10 Kilometer langsamer war. Die anderen Fahrer verfügten über eine neue Version des Mercedes-Motors, und Renger selbst war mit einem verschlissenen Exemplar unterwegs. "Auf den Geraden zogen sie regelrecht an mir vorbei", ärgert sich Renger. Was aus den Daten außerdem ersichtlich wurde, war die Tatsache, dass Renger in den kurvigen Streckenabschnitten praktisch überall schneller war, da er dort mehr am Limit fuhr. "Es zeigt sich, dass ich als Fahrer wesentlich schneller bin als meine Kollegen", strahlte Renger, "aber dann kommt die Politik der bevorzugten Teams, wie ART zum Tragen. In diesen Momenten wünscht man sich, die Ingenieure der F1-Teams könnten ebenfalls auf diese Daten zugreifen". Heute, mit frischem Motor, jedoch nach wie vor vom alten Typ, konnte er auf der Strecke schon mehr zeigen. Und dann kam die unglückliche Entscheidung, den Kollegen Grubmüller vor zu lassen.

"Für mich ist es selbstverständlich, dass ich mich den Interessen des Teams beuge. Das ist im Automobilsport einmal so üblich", meint Renger. "Aber dann würde ich das lieber ein wenig geschickter anpacken".

Ein Wochenende, das der fliegende Holländer schnell abhaken sollte, auch wenn er sich für einen zweiten und einen vierten Platz wirklich nicht zu schämen braucht.

Übrigens kommt Renger nach diesem Wochenende mit überraschenden Neuigkeiten.

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